Die FWG besuchte gemeinsam mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Christopher Seibel am 27.01.2026 den Standort der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie (MHI) in Groß-Bieberau, um sich ein eigenes, fundiertes Bild von einem Betrieb zu machen, der für die Zukunft der Stadt und die Lebensqualität ihrer Bürger von zentraler Bedeutung ist.
In Gesprächen mit dem Vorstand der MHI und der Standortleitung sowie bei einer ausführlichen Besichtigung wurde deutlich: die Anwesenheit der MHI ist für Groß-Bieberau kein Randthema, sondern ein echter Standortfaktor.
Bedeutung für Stadt und Bürger: mehr als Rohstoffgewinnung.
Der MHI-Standort leistet einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung mit grundlegenden Baustoffen, die für Straßen, Schienen, kommunale Infrastruktur und große Bauprojekte benötigt werden. Ohne diese Rohstoffe wären viele Maßnahmen – auch im öffentlichen Bereich – weder wirtschaftlich noch zeitnah umsetzbar.
Gleichzeitig ist der Betrieb für unsere Stadt wirtschaftlich relevant: über Pachtzahlungen, Beteiligungen, Investitionen in Infrastruktur und stabile Einnahmen, die direkt oder indirekt der gesamten Bürgerschaft zugutekommen. Damit trägt die MHI zur finanziellen Handlungsfähigkeit unserer Kommune bei – ein Aspekt, der nicht nur in Zeiten knapper Kassen nicht unterschätzt werden darf.
Recycling vor Ort: Entlastung für Umwelt und Region
Ein weiterer zentraler Punkt ist das am Standort etablierte Recycling von Asphalt- und Betonmaterial. Rückbaumaterial aus der Region wird vollständig aufbereitet und wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt. Nach Angaben des Unternehmens liegt die Recyclingquote bei rund 30 Prozent. Mit entscheidend aus unserer Sicht: dieses Material wird vollständig abgenommen, es bleibt nicht liegen.
Das bedeutet:
• weniger Deponierung,
• weniger zusätzlicher Rohstoffabbau an anderer Stelle,
• kürzere Transportwege und damit weniger Verkehr und Emissionen in der Region.
Gleichzeitig wurde offen kommuniziert, dass Recycling physikalische und mengenmäßige Grenzen hat. Ein Teil des Bedarfs kann ersetzt werden, aber Primärrohstoffe bleiben notwendig, um Bau- und Infrastrukturprojekte zuverlässig umzusetzen. Diese Ehrlichkeit ist wichtig für eine sachliche öffentliche Diskussion.
Umwelt, Wasser, Naturschutz: sachlich erklärt
Im Gespräch wurden häufige Sorgen aus der Bevölkerung klar eingeordnet. Der Abbau erfolgt nicht im Grundwasser, sondern betrifft gesammeltes Oberflächenwasser, das betrieblich kontrolliert abgeführt und genutzt wird. Zudem bestehen Kooperationen im Naturschutz, unter anderem mit dem NABU. Das zeigt: Industrielle Nutzung, Umweltverantwortung und Artenschutz können miteinander vereinbart werden – wenn Verfahren sauber geplant und umgesetzt sind.
Entlastung der Bürger als zentrales Ziel
Sehr deutlich wurde der FWG-Sicht:
Die größten Herausforderungen liegen nicht im Betrieb selbst, sondern in den Rahmenbedingungen, insbesondere beim Thema Verkehr. LKW-Verkehre und deren Auswirkungen auf Ortsteile sind für viele Bürger spürbar. Eine verbesserte Anbindung des Standorts bietet hier eine echte Chance:
• weniger Belastung für Anwohner,
• bessere Steuerung der Verkehre,
• zusätzliche wirtschaftliche Potenziale für Stadt und Betrieb.
Damit wird deutlich: Entlastung der Bürger und Sicherung des Standorts gehören zusammen – sie sind kein Widerspruch.
Für die FWG ist nach diesem Besuch klar:
• Die MHI ist ein unverzichtbarer Bestandteil der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Basis Groß-Bieberaus.
• Der Standort bringt konkreten Nutzen für Stadt und Bürgerschaft, nicht nur abstrakte Industriearbeitsplätze.
• Die Entlastung der Bürger gelingt nur mit klarer Prioritätensetzung, guter Planung und verlässlicher Kommunikation zwischen Stadt, Betrieb und Politik.
Gerade für den zukünftigen Bürgermeister bedeutet das: Verantwortung übernehmen, Prozesse steuern und den Ausgleich zwischen Standortinteressen und Bürgerinteressen aktiv gestalten.
Fazit
Die MHI ist kein „Problem, das verwaltet werden muss“, sondern ein Standortfaktor, den es richtig zu begleiten gilt, damit Groß-Bieberau wirtschaftlich stark bleibt und die Lebensqualität der Bürger weiter verbessert wird. Die FWG steht dafür, diesen Zusammenhang offen zu benennen und politisch verantwortungsvoll zu handeln.


